CARL GLÜCK - seit 190 Jahren in München

Glückliche Tradition in fünfter Generation

Was bedeutet Schmuck für jemanden, der täglich von kostbaren Geschmeiden und wertvollen Zeitmessern umgeben ist? „Schmuck bedeutet mir sehr viel", erzählt Doris Glück. „Jedes Schmuckstück hat für mich mit einem Anlass zu tun, den man feiern möchte, und den vergisst man nicht. Das Schönste ist für mich, wenn bei uns jemand beschenkt wird, der vielleicht gar nicht damit rechnet", erzählt Glück. Einige sehr bewegende Szenen hätten sich bei ihr im – mittlerweile behutsam modernisierten – Verkaufsraum in der Maffeistraße ereignet. „Damit sind sie ja nicht nur für die Kunden, sondern auch für uns zu einem wunderbaren Ereignis geworden, an das wir uns gerne erinnern". Die Inhaberin des traditionsreichen Juweliers arbeitet seit über 25 Jahren im Familienunternehmen. Ein eingespieltes Verkaufsteam kennt die Bedürfnisse der Stammkunden. Sehr häufig sind es aufwendige und äußerst diffizile Reparaturen, um die sich der Uhrmacher fachmännisch kümmert. Denselben hochwertigen Service dürfen die Kunden selbstverständlich auch beim Wechsel eines neuen Uhrenarmbands oder eines Ketten-Verschlusses erwarten. Doris Glück ist stolz auf die vertrauensvolle Beziehung zu ihren Kunden.

Fünf Generationen Uhrmachermeister

Es ist nicht nur die hohe Qualität der ausgestellten Uhren, Colliers, Armbänder und Ringe und die handwerkliche Professionalität, die dem kleinen Laden im Herzen Münchens eine seit über 190 Jahre andauernde erfolgreiche Historie bescheren. Über ihren 2012 plötzlich verstorbenen Ehemann, Stephan Glück, sagt die Unternehmerin: „Er ist mit einer außerordentlichen Herzlichkeit und Verbindlichkeit auf jeden Kunden zugegangen". Als Uhrmachermeister in fünfter Generation konnte er aber auch bei technischen Fragen exzellent beraten. Die Kundschaft reise mittlerweile nicht nur aus dem Münchner Umland, sondern sogar bis aus Übersee an, um sich ein Schmuckstück ihrer Wahl auszusuchen. Doris Glück freut sich, dass schon die nächste Generation ihrer Kunden den Weg in das Geschäft findet.

Wechselvolle Historie

Die Anfänge des Betriebs liegen im Jahr 1828. Uhrmachermeister Franz Seraph Patsch eröffnet den Laden in der Münchner Weinstraße und kümmert sich neben den Uhren der Münchner Bürger auch um die wertvollen Pendülen des Graf Arco. 1871 heiratet der Geschäftsführer, Carl Glück, die Tochter des Uhrmachermeisters und fortan fimiert der Laden unter neuem Namen. Der Gründer und dessen Schwiegersohn erarbeiten sich einen sehr guten Ruf als ältestes Uhrengeschäft Münchens. Die nächste Generation, Ludwig Glück, bildet sich sogar in Berlin und London weiter und führt das Familienunternehmen durch die schwierige Zeit des Zweiten Weltkriegs: Bis nach Bad Tölz muss der Laden samt wertvoller Waren ausgelagert werden. 1952 übernimmt der Schwiegervater von Doris Glück das Geschäft. Die wechselvolle Firmengeschichte stellt das Unternehmen immer wieder vor neue Herausforderungen: Der Tod zentraler Familienmitglieder oder auch die Zerstörung der Räumlichkeiten durch die Bomben im Zweiten Weltkrieg verlangen stets unkonventionelle Ideen und den aufopfernden Einsatz aller Beteiligten. Heute münden alle diese Anstrengungen in die fünfte Generation des Uhren- und Schmuckgeschäfts Carl Glück.

Hochwertige Auswahl

Seit gut 15 Jahren bietet man den Kunden neben Uhren – die aus schweizer und deutscher Manufaktur stammen – auch ausgefallenen Schmuck der Marke „Wellendorf". Sehr zur Freude der weiblichen Kundschaft konnte die Familie Glück die auffälligen und bunten Schmuckstücke als erste Firma exklusiv in ihrer Auslage in München anbieten. Neben bekannten Uhren-Herstellern wie „Ebel" oder „Michel Herbelin" hat sie auch zeitlose, exquisite Klassiker wie „Mühle Glashütte/SA Nautische Instrumente" oder Zeitmesser der visionären Glashütter Manufaktur „Moritz Grossmann" im Sortiment. „Mich beeindruckt das perfekte Zusammenspiel von Ästhetik und Handwerk", sagt die Unternehmerin, die mit ihrer Auswahl ausschließlich qualitativ herausragende Marken repräsentieren möchte. Aufgewachsen ist sie in der Juwelier- und Uhrenstadt Pforzheim, auch schon ihre Mutter war in der Schmuckbranche. So ist Doris Glück das Metier seit jeher vertraut. Ihre kaufmännische Ausbildung bietet ihr eine hervorragende Basis, die Geschäfte in „glücklicher" Tradition weiterzuführen. „Glück ist das Talent für das Schicksal", meinte schon Novalis. Wie gut das der Familie durch mehrere Generationen hindurch gelungen ist, können die Kunden trefflich bei einem Besuch des Familienunternehmens im Herzen von München, in der Maffeistraße 4, erleben.

(Text von Diana Thies-Kuchenbecker)

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Ladengeschäft, vermutlich Ende des 19. Jahrhunderts

Aufnahme der Familie Glück am 4. Sept. 1895 (v.l.n.r. Ludwig, Max, Antoinette, Elsa, Carl, Mary, Lina)

Datum unbekannt, vermutlich Anfang des 20. Jahrhunderts

1949 - Ludwig Glück vor seinem wiedereröffneten Ladengeschäft

Vermutlich 1953 - Entwurf für die Umgestaltung der Fassadenbeschriftung (nicht realisiert)

1960 - großer Andrang beim Räumungsverkauf in der Filiale am Marienplatz

1978 - beim 150-jährigen Firmenjubiläum

Fassadenuhr (leider nicht erhalten)

Franz Seraph Patsch - Uhrmachermeister und Firmengründer, daneben Ehefrau Katharina

Gute Stimmung bei der Wiedereröffnung 1949 - rechts Elisabeth Glück neben ihrem Mann Ludwig Glück

Ilse Glück neben ihrem Mann Peter Glück beim Gespräch mit Kunden

Doris und Stephan Glück

Doris und Stephan Glück

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80333 München

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